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A5.4.12

Azubi-Tagebuch Werkzeugmechaniker/-in

März 2012: Endspurt

Einige meiner Mitauszubildenden und ich haben genug Engagement und Leistung gezeigt, dass es ihnen ermöglicht wird, ein halbes Jahr früher die Lehre abzuschließen. Jetzt heißt es üben, üben, üben! Die ganzen Themenbereiche, die man in der Ausbildung kennengelernt hat und auch unbekannte Bereiche müssen noch mal angeschaut und verinnerlicht werden, damit man für die Abschlussprüfung gut gerüstet ist.
Die Abschlussprüfung besteht aus einem theoretischen Teil, in dem technische Fragen und auch Fragen aus dem Bereich der Wirtschaft beantwortet werden müssen und einem praktischen Teil, in dem man z.B. ein bestimmtes Werkzeug laut technischer Zeichnung anfertigen soll.

Mitte Juni sind die Frühauslerner mit bestandener Abschlussprüfung durch und stehen dann dem freien Arbeitsmarkt zur Verfügung. Ich bin gespannt!

Bojan Mahler, 22 Jahre
Auszubildender im 3. Lehrjahr zum Werkzeugmechaniker in Hamburg

 

 

November 2011: Zusammenfassung einiger Praxiseinsätze

Im dritten Lehrjahr habe ich nun schon drei verschiedene Abteilungen durchlaufen und musste verschiedene Tätigkeiten ausführen. In der ersten Abteilung war ich hauptsächlich mit der Montage und Demontage von der Gearbox (Getriebe) zuständig. Dort habe ich Rohrverbindungen und verschiedene Kleinteile an-/abgebaut und Zahnräder, mit Hilfe von einer Hydraulikpresse, von den Getriebeschäften getrennt. Außerdem wurde ich kurzfristig in der Reparatur eingesetzt und entfernte dort Korrosion von Kleinteilen und Hitzeschildern.
In dem zweiten Betrieb wurde ich anfangs in der manuellen Bearbeitung eingesetzt und habe dort vorwiegend Hilfsarbeiten erledigt. Hier eine Serie Einzelteile bohren und entgraten und dort eine Serie Bauteile zählen, verpacken und verschicken. Am Ende des Betriebseinsatzes durfte ich Sitzschienen für den Umbau der First Class einer Boeing 747-400 montieren.
Momentan bin ich in einer Abteilung, in der ich an einer Fräsmaschine stehe und Teile von Fahrwerken repariere. Ich stelle z.B. Planflächen und Innendurchmesser von eingepressten Buchsen her oder überarbeite durch Korrosion beschädigte Teile.

Dabei ist es sehr wichtig den Rundlauf und die Parallelität des eingespannten Bauteils auszurichten, da man als Werkzeugmechaniker im Bereich von 0,01mm arbeitet und manchmal auch im Bereich von wenigen Mikrometern.

Bojan Mahler, 22 Jahre
Auszubildender im 3. Lehrjahr zum Werkzeugmechaniker in Hamburg

 

 

Juli 2011: Betriebseinsätze

Die meisten Grundlagenlehrgänge haben wir jetzt in der Tasche und die Zeit in der Lehrwerkstatt ist größten Teils vorüber. Nun werden die Azubis verschiedenen Abteilungen z.B. Maschinengruppe, Metallkundelabor, Triebwerkreparatur, Schweißen, etc. zugeteilt, um das Erlernte umzusetzen, verschiedene Handgriffe und Abläufe zu vertiefen, aber auch um viele neue Dinge zu erlernen. Bevor man sich in eine Abteilung begibt, wird man in Form eines Gesprächs darauf vorbereitet. In dem Gespräch werden Verhaltensregeln geklärt und weitere Angelegenheiten besprochen, deren Klärung vor einem Einsatz sinnvoll ist.
Ein Betriebseinsatz dauert normalerweise zwei bis sechs Wochen an, wird von einem Lehrgesellen betreut und nach Ablauf der Zeit beurteilt. Wenn man sich in den Abteilungen gut anstellt und zeigt was man kann, hat man eine große Chance Kontakte für die Zukunft zu knüpfen.

Fazit: solange man sich anstrengt und lernwillig zeigt, ist man in den meisten Abteilungen gern gesehen, immer wieder herzlich willkommen und dies vielleicht auch nach der Ausbildung.

Bojan Mahler, 22 Jahre
Auszubildender im 2. Lehrjahr zum Werkzeugmechaniker in Hamburg

 

 

März 2011: Arbeiten mit Computerized Numerical Control (CNC) Maschinen

Nach langer Arbeit an konventionellen Dreh- und Fräsmaschinen habe ich mir eine Menge Wissen und Können angeeignet, somit habe ich die perfekte Grundlage für das Bearbeiten von Werkstücken mit Hilfe von CNC-Maschinen. CNC, übersetzt „computerisierte numerische Steuerung“, ist eine elektronische Methode, um Werkzeugmaschinen zu steuern. Vereinfacht ausgedrückt, schreibt man ein Programm, das in eine Maschine eingelesen wird und automatisch abläuft. CNC wird eingesetzt, um komplizierte Werkstücke oder Massenanfertigungen wirtschaftlicher zu produzieren. Anfangs habe ich einen Lehrgang für die CNC-Simulation besucht, in dem mir nach und nach das Schreiben von Programmen bzw. das Beschreiben von Konturen beigebracht wurde. Nach einigen komplizierten Programmierübungen habe ich endlich eine Einweisung an einer CNC-Fräsmaschine erhalten und durfte meine ersten Werkstücke fertigen. Das Wichtigste bei dieser Arbeit ist, dass man sich zu 100% auf den Ablauf des Programms konzentriert, da es bei kleinsten Programmierfehlern zu einem heftigen Unfall kommen könnte und die Reparatur der Maschine nicht nur viel Zeit in Anspruch nehmen würde, sondern auch einen großen Batzen Geld kosten würde.

Außerdem rückt die Abschlussprüfung Teil 1 (AP1) immer näher und die Vorbereitungen darauf sind schon in vollem Gange. Schulisch werden wir momentan auf den theoretischen Teil der Prüfung (z.B. Werkstoffkunde, Schnittdaten-Berechnung etc.) vorbereitet und im Betrieb nehmen wir uns den praktischen Part (z.B. Feilen, Bohren, Fräsen usw.) noch einmal vor.

In der AP1 werden ausschließlich technische Dinge abgefragt und somit wird es den meisten Auszubildenden hoffentlich leicht fallen, eine gute Note zu erzielen.

Bojan Mahler, 22 Jahre
Auszubildender im 2. Lehrjahr zum Werkzeugmechaniker in Hamburg